Unser Jahresfeste und Rhythmus im Kindergarten

So wie der Tag seinen festen Rhythmus hat, hat auch das Jahr seine festen Formen. Zu jeder Jahreszeit wird ein Fest gefeiert und die Kinder erleben so die einzelnen Jahreszeiten.

Ganz besonders werden die Jahresfeste und die Natur durch Spiele und Sprüche wahrgenommen. Wichtig ist auch die Vorbereitungszeit, die über zwei bis drei Wochen andauert. Mit den Kindern gemeinsam werden alle Feste vorbereitet und alte Sitten und Gebräuche gepflegt.
Die Feste selber bedeuten den Höhepunkt innerhalb eines Jahres. Wenn wir unser Kindergartenjahr einmal anschauen, so leben wir eigentlich von Fest zu Fest und haben immer ein Ziel vor Augen. Wenn das Ziel erreicht ist, so ist es eine innere Erfüllung, denn jeder hat dazu beigetragen. dass wir dieses Fest feiern können.


Wir beginnen unser Kindergartenjahr mit dem Erntedankfest. In dieser Jahreszeit erleben wir die Welt in leuchtenden Farben und die Natur beschenkt uns überreich. Zum Erntedank bereiten wir mit den Kindern eine Gemüsesuppe. Alles, was wir dazu brauchen, schenkt uns die Jahreszeit. Dieses Fest wird mit der ganzen Kindergartengemeinschaft gefeiert. Erst wird der Garten winterfest gemacht, dann wird im Erntereigen gedankt und der Sommer verabschiedet. Zum Abschluss wird die Suppe gegessen und Stockbrot gebacken. Dem Erntedankfest folgt die Michaelizeit. In Reigenspielen und Märchen wird den Kindern der Sieg über das Böse erlebbar gemacht. Mut und Stärke sind die guten Kräfte, die in der Michaelizeit leben. Die Wochen danach werden St. Martin gewidmet und enden mit dem Laternenfest.
In der Natur ist es nun dunkler geworden. Aus dieser Dunkelheit heraus fängt das innere Licht an zu leuchten. Den ganzen Advent hindurch werden an jedem Morgen bei Anbruch des Tages Adventslieder gesungen. Die Adventszeit beginnt im Kindergarten mit dem Adventsgärtlein. Es ist ein Sinnbild dafür, was wir innerlich empfinden sollen. Am 6. Dezember besucht uns der heilige Nikolaus.

Durch das Krippenspiel im Morgenkreis erleben die Kinder die Geburt Christi. Mit Freude und Liebe leben sie auf den Weihnachtsabend hin. Es folgt die Winterzeit, in der die Natur behütet und geschützt unter der Erde liegt.

Nach einer langen Zeit der Verinnerlichung leben wir auf eine Zeit der Entspannung hin, auf Fasching. Diese Zeit bedeutet Ausgelassenheit und Fröhlichkeit. Gleichzeitig erwacht die Natur aus Ihrem Winterschlaf. Durch das fröhliche Treiben mit Schellen und Glocken, das Ausläuten des Winters, wird die Natur geweckt und der Frühling begrüßt. Die ersten Frühlingsblumen erwachen, und im Morgenkreis gehen wir mit Liedern, Spielen und Sprüchen auf das Geschehen ein. Ein Fest im ursprünglichen Sinne, Ostern, folgt mit alten Sitten und Gebräuchen, und am Ende des Frühlings feiern wir das Maifest. Wir freuen uns an der grünen Natur, an den Pflanzen, Blumen und Tieren, die nun schon zu finden sind. Nun gehen wir auf die Sommerzeit zu, die mit dem Johannifest ihren Höhepunkt erreicht. Das Fest von Johannes dem Täufer, zu dem auch Elemente der Sommersonnenwendfeiern verwandt werden.
Johannifeuer werden entzündet und die ganz Mutigen dürfen den Sprung über das verglimmte Feuer wagen.
 


 

 

 

Unsere Feste

Das Leben des Kindergartens orientiert sich zum Einen am Jahresablauf in der Natur, zum Anderen an den christlichen Jahresfesten.

Während der ersten Freispielzeit wird das jeweilige Fest von den Erzieherinnen und Kindern vorbereitet, die Räume hergerichtet, Schmuck hergestellt, der Jahreszeitentisch dekoriert. Das Kind nimmt intensiv daran teil und erlebt so im Laufe seiner 3-jährigen Kindergartenzeit einen Jahresrhythmus, der ihm Halt, Sicherheit und Orientierung verschafft, und zugleich seine Verbundenheit mit der Welt vertieft.

Michaeli-Fest: Das Fest des Drachenbezwingers Michael, bei dem die Mutkräfte wachgerufen werden sollen. Im spielerischen Miteinander überwinden die Kinder schmale Brücken, dunkle Gänge und kluftige Berge. An diesem Tag gibt es als Speise das Michaeli-Brot, Traube und roten Traubensaft.
Ernte-Dank/Herbstfest: Ein Fest mit der großen Kindergartengemeinschaft.
Das im eigenen Gärtchen geerntete Gemüse wird zur Suppe verarbeitet, Brötchen und Stockbrot werden gebacken, der Garten von Eltern, Kindern und Erziehern winterfest gemacht und im Erntereigen gedankt und der Sommer verabschiedet.
Martinsfest mit Umzug: Ein Lichtfest - die Kinder haben Laternen gebastelt und das Martinsspiel im Reigen gespielt, nun bringen sie zusammen mit Eltern und Geschwistern ihr Licht in das Dunkel der Nacht.
Adventsgärtlein: Ein Fest zu Beginn der Adventszeit, gruppenintern gefeiert. Die Kinder gehen einen mit Tannengrün und Edelsteinen geschmückten Weg der die Form einer nach innen gehenden Spirale besitzt. Im Mittelpunkt wartet eine Kerze, an der sie ihre Kerzen entfachen, die dann nach und nach den ganzen Raum erhellen. Hierzu werden die ersten vorweihnachtlichen Lieder gesungen und geleiert.
Nikolaus: Ein Fest innerhalb der einzelnen Gruppen. Der Himmelsbote Nikolaus kommt mit dem goldenen Busch und fordert die Kinder auf mitzuhelfen. "Wollt Ihr helfen?" - Die Mutter Gottes braucht Hilfe um das Kleid für das Christkind zu weben. Jeder gute Gedanke und jede gute Tat sind ein goldener Faden im himmlischen Gewebe. Natürlich wird auch hier viel gesungen. Und der Nikolaus schenkt den Kindern Äpfel, Nüsse und Weihnachtsbäckereien.
Dreikönigsfest: Nachdem Weihnachten in der Familie gefeiert wurde, erscheinen nun im Reigen die drei Weisen aus dem Morgenland um ihre Gaben zu bringen. Je nach Gruppe dürfen die Eltern hinzukommen.
Fasching/Frühlingserwachen: In den Gruppen leben seit einigen Wochen Mutter Erde und die Wurzelkinder. Als Wurzelkinder, Blumenkinder, Grasmännchen, Zwerge und Käfer verkleidet ziehen die Kinder mit Glocken und Schellen in den Garten um den Winter auszutreiben und die Blumenkinder zu wecken. Ein Fasching im ursprünglichen Sinne.
Ostern: Ausgesätes Ostergras steht für das Erwachen und Keimen in der Natur. Die traditionellen Symbole Hase und Ei erfreuen die Kinder und werden eifrig gebastelt. Auch im Reigen hat der Hase seinen Platz.
Pfingsten: Pfingstvögelchen und Tauben stehen symbolisch für das Auferstehungsgeschehen. Alles zieht nun nach draußen in die Natur.
Maifest: Gemeinsamer Maireigen aller Gruppen samt Eltern eröffnen ein buntes Fest. Zahlreiche Spiele laden zum regen Treiben ein und für Stärkung am Kuchenbuffet sorgen die Eltern.
Johanni: Das Fest von Johannes dem Täufer zu dem auch Elemente aller Sommersonnenwendfeiern verwandt werden. Johannifeuer werden entzündet und die ganz Mutigen dürfen den Sprung über das verglimmte Feuer wagen.

 

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